Logische Datenrettung

Gelöschte oder formatierte Daten professionell wiederherstellen

Nach versehentlichem Löschen oder Formatieren zählt jeder weitere Schreibvorgang. Stoppen Sie die Nutzung des Datenträgers, damit noch vorhandene Datenstrukturen nicht zusätzlich überschrieben werden.

Geschlossene Festplatte an einem professionellen Imaging- und Analysearbeitsplatz
Schreibgeschützte ErfassungKostenfreie ErstanalyseHDD, SSD, USB und Speicherkarte

Sofort jede Schreibaktivität stoppen

Gelöschte Daten können noch vorhanden sein, solange ihre Speicherbereiche nicht überschrieben oder durch interne Bereinigungsprozesse freigegeben wurden. Verändern Sie das Original nicht weiter.

  • Gerät vollständig ausschalten, nicht neu starten
  • Externe Datenträger sicher trennen und stromlos lassen
  • Keine Recovery-Software darauf installieren
  • Nichts auf dem betroffenen Medium speichern
  • Wiederhergestellte Daten nie dorthin zurückschreiben
  • Keinen RAID-Rebuild und keine Initialisierung starten

Typische Ausgangslagen

Löschen, Formatieren und Überschreiben sind nicht dasselbe

Ohne Prüfung lässt sich nicht beurteilen, welche Strukturen noch vorhanden sind. Medium, Betriebssystem, Art der Formatierung und Nutzung danach sind entscheidend.

Versehentlich gelöscht

Dateien oder Ordner entfernt

Verzeichniseinträge können fehlen, während Datenbereiche noch nicht überschrieben sind.

Papierkorb

Papierkorb geleert

Der normale Zugriff ist weg; die technische Situation hängt vom Medium und weiteren Schreibvorgängen ab.

Formatierung

Datenträger formatiert

Quick-Format und vollständige Formatierung haben unterschiedliche Auswirkungen.

Neuinstallation

System neu installiert

Neue Systemdaten können frühere Bereiche teilweise oder weitgehend überschrieben haben.

Wechselmedien

USB-Stick oder Speicherkarte

Dateisystemfehler, Formatierung und Controllerverhalten müssen getrennt bewertet werden.

Verbundsysteme

RAID oder NAS verändert

Rebuild, Initialisierung oder geänderte Laufwerksreihenfolge können die Rekonstruktion erschweren.

Originalzustand bewahren

Datenträger nicht weiter benutzen

Trennen Sie externe Medien vom Gerät und schalten Sie betroffene Systemlaufwerke möglichst kontrolliert aus. Verpacken Sie physische Datenträger stoßgeschützt. Bei RAID oder NAS alle Laufwerke eindeutig kennzeichnen und ihre Reihenfolge dokumentieren.

1. StoppenKeine weiteren Schreibvorgänge.
2. TrennenExternes Medium sicher entfernen.
3. DokumentierenWas wurde wann gelöscht oder formatiert?
4. ÜbergebenStoßgeschützt einsenden oder abgeben.

Technische Unterschiede

Das Speichermedium bestimmt die Chancen und Grenzen

Bei magnetischen Festplatten bleiben gelöschte Bereiche häufig bis zur Überschreibung physisch vorhanden. SSDs und NVMe-Medien verwalten Flash-Speicher über Controller, Mapping, TRIM und Garbage Collection; dadurch kann sich die Situation nach dem Löschen schnell verändern.

Überschriebene Daten lassen sich nicht magisch rekonstruieren. Eine seriöse Einschätzung trennt gelöschte Verweise, Formatierung, beschädigte Strukturen und tatsächliche Überschreibung.

HDDMagnetische Sektoren und Dateisystemstrukturen möglichst unverändert erfassen.
SSD / NVMeTRIM, Garbage Collection, Controller-Mapping und Verschlüsselung vorsichtig bewerten.
USB / SDDateisystem, Flash-Controller und mögliche physische Zusatzfehler unterscheiden.
RAID / NASReihenfolge, RAID-Level, Metadaten und Dateisystem ohne Rebuild rekonstruieren.
SmartphoneVerschlüsselung, Gerätezustand und Plattformgrenzen gesondert prüfen.
Schreibgeschützte Dateisystemanalyse an einem Imaging-Arbeitsplatz

Professioneller Ablauf

Erfassen, rekonstruieren, getrennt ausgeben

Wo technisch möglich, wird zuerst ein Image oder Clone erstellt. Danach folgen Dateisystemrekonstruktion, bei Bedarf eine signaturbasierte Suche sowie die Prüfung von Struktur und Dateien. Gerettete Daten werden auf einem separaten Zielmedium ausgegeben.

  • Schreibgeschützte beziehungsweise kontrollierte Erfassung
  • Analyse am Arbeitsabbild statt am Original
  • Dateisystem- und Strukturrekonstruktion
  • Ausgabe auf separatem Zielmedium

Medien richtig zuordnen

Fachseiten für Ihren Datenträger

Die physische und logische Vorgehensweise unterscheidet sich je nach Speichermedium. Öffnen Sie die passende Fachseite für zusätzliche Hinweise.

Ablauf

So wird der Datenträger geprüft

Der konkrete Zustand wird vor jeder Aussage zur Rettbarkeit geprüft. Kostenpflichtige Arbeiten beginnen erst nach Ihrer Entscheidung.

1

Situation beschreiben

Medium, Löschvorgang und Nutzung danach angeben.

2

Kostenfrei prüfen

Physische Lesbarkeit und logische Ausgangslage einordnen.

3

Vorgehen abstimmen

Technische Rückmeldung und Festpreisangebot erhalten.

4

Daten getrennt ausgeben

Gerettete Daten nach Freigabe auf ein Zielmedium übertragen.

Direkter Technikkontakt

Unsicher, ob das Gerät ausgeschaltet werden darf?

Rufen Sie an, bevor Sie Software installieren, eine Formatierung rückgängig machen oder ein RAID neu aufbauen.

Kosten und Freigabe

Kostenfreie Erstanalyse vor der Entscheidung

Die Erstanalyse ist kostenfrei. Falls für eine belastbare Einordnung eine vertiefte Analyse für 99 EUR technisch erforderlich ist, stimmen wir diese vorher mit Ihnen ab. Weitere Arbeiten erfolgen erst nach Festpreisangebot und ausdrücklicher Freigabe.

Keine Software-Verkaufsseite
LRZT verändert das Original nicht durch einen ungeprüften Download.
Festpreis vor Arbeiten
Sie entscheiden nach der technischen Rückmeldung.
Keine Vollständigkeitsgarantie
Überschreibung, TRIM und Schaden setzen technische Grenzen.

Häufige Fragen

Gelöschte und formatierte Daten

Stoppen Sie jede weitere Nutzung und schalten Sie das Gerät vollständig aus. Trennen Sie externe Datenträger und lassen Sie sie stromlos. Starten Sie das Gerät nicht neu, installieren Sie keine Recovery-Software auf dem betroffenen Laufwerk und speichern Sie dort nichts mehr.

Das hängt davon ab, ob die Datenbereiche noch vorhanden, bereits überschrieben oder durch interne Speicherbereinigung freigegeben wurden. Ohne Prüfung des Mediums ist keine belastbare Zusage möglich.

TRIM teilt dem SSD-Controller mit, welche Speicherblöcke nach dem Löschen nicht mehr benötigt werden. Interne Garbage Collection kann diese Blöcke anschließend löschen oder neu organisieren, solange das Laufwerk mit Strom versorgt wird. Schalten Sie das Gerät deshalb vollständig aus, trennen Sie externe SSDs und starten Sie es nicht neu. Ob noch Daten vorhanden sind, hängt vom konkreten Controller-, System- und Verschlüsselungszustand ab.

Nach einem Quick-Format können je nach Medium noch verwertbare Strukturen oder Dateiinhalte vorhanden sein. Eine vollständige Formatierung, Neuinstallation oder spätere Nutzung kann deutlich mehr überschreiben; entscheidend ist die technische Prüfung.

Jede Installation und jeder Schreibvorgang auf dem betroffenen Medium kann noch vorhandene Daten überschreiben. Besonders bei wichtigen oder einmaligen Daten sollte zuerst ein kontrolliertes Abbild erstellt und daran gearbeitet werden.

HDDs speichern magnetisch, während SSD, USB und Speicherkarten Flash-Controller und interne Zuordnungen verwenden. TRIM, Garbage Collection, Controllerzustand, Verschlüsselung und mögliche physische Schäden beeinflussen die Vorgehensweise unterschiedlich.

Wo möglich, wird der Datenträger kontrolliert beziehungsweise schreibgeschützt erfasst und ein Image oder Clone erstellt. Danach folgen Dateisystemrekonstruktion, gegebenenfalls signaturbasierte Suche, Strukturprüfung und Ausgabe auf einem separaten Zielmedium.

Die Erstanalyse ist kostenfrei. Sie können das Medium nach Termin in Erfurt abgeben oder stoßgeschützt aus ganz Deutschland einsenden; weitere Kosten entstehen erst nach vorheriger Abstimmung und Ihrer ausdrücklichen Freigabe.

Nächster Schritt

Datenträger nicht weiter beschreiben

Schildern Sie den Lösch- oder Formatierungsvorgang und lassen Sie den aktuellen Zustand kostenfrei einordnen.